Mehr als 100 Staaten stellen mittlerweile E-Visa aus. Für Reisende ist das bequem, für Airlines wird die Prüfung laut IATA schwieriger, weil ein standardisiertes System fehlt. Wer vor dem Abflug prüft, ob der Status „Approved” lautet und der Name im Visum zum Reisepass passt, verringert das Risiko von Problemen am Check-in.
Wie funktionieren E-Visa heute?
Früher wurde ein Visum in den Reisepass gestempelt, heute werden Einreisegenehmigungen überwiegend digital beantragt und ausgestellt. Der Nachweis kann in Form einer E-Mail, einer PDF-Datei oder eines QR-Codes erfolgen. Teilweise ist eine Abfrage über eine Webseite oder eine direkte Verbindung zu einer behördlichen Datenbank erforderlich.
Warum wird die Prüfung für Airlines komplexer?
Da es in der Praxis keine einheitlichen Verfahren oder Standards gibt, wird es für Fluggesellschaften immer schwieriger, Echtheit und Gültigkeit von E-Visa zu überprüfen. Sie müssen jedoch sicherstellen, dass Reisende über die für die Einreise in das Zielland erforderlichen Dokumente verfügen. Andernfalls drohen der Fluggesellschaft laut dem internationalen Airline-Verband IATA Geldstrafen und Rückführungskosten von durchschnittlich 9.000 US-Dollar pro Passagier.
Die IATA fordert von den Staaten systemgestützte, standardisierte und in die Check-in-Systeme integrierbare Verifikationsmethoden. Auch Reisende können dazu beitragen, dass sich die Gültigkeit ihres E-Visums zweifelsfrei überprüfen lässt. Letztlich liegt die Verantwortung für gültige Einreisedokumente beim Passagier.
Worauf sollten Reisende mit E-Visum achten?
Welche Nachweise sollten Reisende dabei haben?
Ein ausgedruckter Nachweis, etwa die E-Mail-Bestätigung oder ein PDF zum erteilten E-Visum, ist hilfreich, reicht aber nicht immer aus. Je nach Zielland müssen zusätzliche Nachweise, eine Referenznummer oder ein QR-Code vorgelegt werden, damit das Flughafenpersonal die Gültigkeit des E-Visums überprüfen kann.
Was gilt für Passgültigkeit und Status?
Der Reisepass muss in der Regel noch mindestens sechs Monate gültig sein. Ist das nicht der Fall, nützt auch ein genehmigtes E-Visum nichts. Reisende sollten außerdem den Status des Visums und die erfassten Daten prüfen. Maßgeblich ist der Status „Approved”. Steht das Visum noch auf „Processing” oder „Waiting Verification”, gilt es als nicht erteilt.
Welche Datenfehler sind problematisch?
Datenfehler (Data Mismatch) können an der Schnittstelle zwischen Airline-Kontrolle und Visa-Systemen besonders problematisch sein. Dazu zählen Schreibfehler im Namen, zum Reisepass unvollständige Namensangaben und Zahlendreher bei der Passnummer.
Wie wir Sie dabei unterstützen
Welche Einreisedokumente nötig sind, hängt vom Zielland ab. Unser Account Management hilft Ihnen, diese Hinweise in Ihre Reiseinformationen aufzunehmen. Sprechen Sie mit unserem Account Management.